Die Immobiliennews in Kürze

Jinny Verdonck

10. April 2020

Es wurden mehr Mehrfamilienhäuser genehmigt

Hierzulande gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) im Januar 2020 insgesesamt 27.000 Baugenehmigungen für Wohnungen. Dieser Wert entspricht beinahe dem Wert des Vormonats (-0,3 %). Jedoch stieg die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser mit einem Plus von 7,8 % deutlich. Während die Genehmigungen für Einfamilienhäuser zurückgegangen sind (-3,3 %). Zudem wurden mit -18,1 % deutlich weniger Um- und Ausbauten an Bestandsgebäuden beantragt.

2019 war das Jahr der steigenden Wohnungspreise

In 2019 sind in über 90 % der deutschen Städte und Landkreise die Preise für Wohnungen im Bestand in die Höhe geklettert. Hierzulande wurde laut dem Postbank-Wohnatlas im Durchschnitt ein inflationsbereinigtes Plus von 9,3 % verzeichnet (2018: 7,2 %).

Im Vergleich der sieben Top-Städte Deutschlands hat Frankfurt mit durchschnittlich 11 % die größten Preissteigerungen für Bestandswohnungen registriert. Danach folgt Berlin mit 10 % und Köln mit 8,9 %. Den kleinsten Preisanstieg gab es mit 6,2 % in München. Doch die bayerische Landeshauptstadt ist mit durchschnittlich 8.079 Euro/qm noch immer Spitzenreiter bei den Quadratmeterpreisen. An zweiter Stelle liegt Frankfurt mit 5.687 Euro/qm, gefolgt von Hamburg mit 5.054 Euro/qm.

Gelockerte Bauauftragsvergabe in Niedersachsen

Damit Auftragnehmer schneller Liquidität erhalten und dringende Leistungen schneller ausgeführt werden können, hat Niedersachsen die Wertgrenzen bei der Vergabe von Bau- und Dienstleistungsaufträgen durch öffentliche Auftraggeber gelockert. Anhand einer eingeschränkten Ausschreibung ohne Teilnahmewettbewerb ist die Vergabe von Bauleistungen in Höhe von bis zu 3 Millionen Euro möglich. Die bisherigen Grenzen betrugen zwischen 50.000 und 150.000 Euro, abhängig vom jeweiligen Gewerk. Während eine freihändige Vergabe bisher auf 25.000 Euro begrenzt war, ist eine freihändige Vergabe nun für Bauleistungen bis zu 1 Million Euro gestattet.

Wohngeldanträge werden einfacher

Aufgrund der durch die Corona-Krise ausgelösten Mietausfälle hat die Bundesregierung das Verfahren vereinfacht, um Wohngeld zu beantragen. Die Anträge sollen erheblich einfacher und zudem schneller als bisher gestellt werden können. Nun sind die Antragssteller in der Lage, einen Vorschuss zu erhalten, während die genauen Berechnungen erst später durchgeführt werden. Zudem soll es möglich sein, Anträge auch formlos per E-Mail oder telefonisch zu stellen, um die Frist für den entsprechenden Bewilligungszeitraum zu bewahren. Es sei nun Aufgabe der zuständigen Bundesländer dafür zu sorgen, dass diese neuen Richtlinien rasch umgesetzt werden.