Die Immobiliennews in Kürze - 21. Juni

Jinny Verdonck

21. Juni 2021

Holzbauquote knackt die 20-%-Marke

Wohnimmobilien aus Holz werden immer beliebter: Unter allen in 2020 genehmigten Neubauten betrug der Anteil der Holzbauten etwa ein Fünftel.

Während die Zahl der Holzbaugenehmigungen für Wohnen und Gewerbe in etwa gleich hoch ist, ist die Verwendung von Holz von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Als natürliches Material trage Holz zur Klimaneutralität bei und wird immer beliebter. Aktuell ist Holz als Baumaterial jedoch sowohl knapp als auch teuer.

Während im Jahr 2019 noch 22.340 Wohnimmobilien aus Holz genehmigt wurden, waren es ein Jahr später schon etwa 25.400. Mit einem bundesweiten Anteil von 20,4 % erfreut sich Holz bereits fünf Jahre hintereinander wachsender Beliebtheit. Mit 33,4 % ist Baden-Württemberg Spitzenreiter bei der Verwendung von Holz als Baumaterial für den Neubau von Wohnungen. Gefolgt von Bayern mit 25,2 % und Rheinland-Pfalz und Hessen mit jeweils 24,1 % bzw. 24 %. Am wenigstens wird Holz in Bremen verwendet. Im kleinsten deutschen Bundesland beträgt der Anteil von Holz nur 5,6 %. 

Nach zwei Jahren Zweckentfremdungsverbot zieht Nürnberg ein Fazit

Das Zweckentfremdungsverbot wurde ins Leben gerufen, um mehr Mietwohnungen zu schaffen, anstelle von Ferienwohnungen oder die Wohnungen Leerstehen zu lassen. Diesbezüglich hat Nürnberg vor rund zwei Jahren eine Satzung erlassen und hat nun Bilanz gezogen. 

Seit der Gültigkeit dieser Satzung hat die Stadt Nürnberg beinahe 950 Wohnungen ermittelt, die anscheinend nicht zum Wohnen genutzt werden. Lediglich für ca. 120 Wohnungen wurden entsprechende Anträge auf Zweckentfremdung gestellt. Bei knapp 490 Wohnungen gab es eine Vermietung an Touristen, während 270 der Wohnungen leer standen. Die restlichen Wohnungen wurden für gewerbliche Zwecke verwendet. 

Die Stadt ist bislang bei 144 Wohneinheiten eingeschritten und hat der Zweckentfremdung ein Ende gesetzt. Nach Angaben der Stadt Nürnberg sind dadurch wieder über 8.500 Quadratmeter für reguläre Mietwohnungen frei geworden. Es liegen noch bei über 400 Wohnungen Verdachtsmeldungen vor, die zur Zeit bearbeitet werden. 

Transparenzregister: Erweiterung der Meldepflicht

Die Meldepflichten für das Transparenzregister wurden vom Bundestag erweitert. Dadurch soll das Aufspüren von Briefkastenfirmen in Zukunft leichter werden. Dies dient dazu, Geldwäsche und Terrorfinanzierung schwieriger zu machen. Auch die Immobilienwirtschaft ist von dieser erweiterten Meldepflicht betroffen.

Das in Deutschland bislang gültige Auffangregister wird fortan von einem Transparenzvollregister abgelöst. Als Folge haben alle Gesellschaften die Pflicht, sowohl ihre wirtschaftlich Berechtigten zu ermitteln als auch das Transparenzregister darüber zu informieren, damit diese ins Register eingetragen werden. Dies bedeutet, dass bei einem Immobilienkauf ersichtlich sein muss, wer den Kauf der Immobilie angeordnet oder kontrolliert hat. 

Mit dem Gesetz wird auch die EU-Finanzinformationsrichtlinie umgesetzt. Bankkonten und Finanzinformationen sollen dadurch leichter genutzt werden können.