Grundsteuer: Bayern beschließt Gesetzentwurf

Jinny Verdonck

10. Dezember 2020

Die neue Berechnung der Grundsteuer muss bis zum Jahr 2025 erfolgen. Die Bundesländer können dabei zwischen dem Bundesmodell und dem Landesgesetz wählen. Das bayerische Kabinett hat dazu nun den Gesetzentwurf beschlossen. Demnach plant Bayern eine Berechnung der Grundsteuer nach einem Flächenmodell, das ab 2025 gelten soll.

Beim bayerischen Flächenmodell soll die Grundsteuer unabhängig vom Grundstückswert und des Immobilienwertes berechnet werden. Die Ermittlung der Steuerhöhe soll lediglich nach der Grundstücksfläche (4 Cent je Quadratmeter) und der Gebäudefläche (50 Cent je Quadratmeter) sowie nach der Nutzung und nach dem Hebesatz erfolgen, der von den Kommunen festgesetzt ist. Für Wohnflächen ist ein Abschlag in Höhe von 30 % geplant, während auch für sehr große Grundstücke weitere Abschläge möglich sind, ebenso wie für den sozialen Wohnungsbau und Denkmäler.

Vorerst keine Grundsteuer C

Die Grundsteuer C wird es laut dem Gesetzentwurf nun doch nicht geben. Dadurch hätten die Gemeinden die Möglichkeit gehabt, einen eigenen Grundsteuerhebesatz für baureife Grundstücke, die jedoch brachliegen, zu bestimmen. Auf Druck des Regierungspartners (die Freien Wähler) hat die CSU nun jedoch auf die Grundsteuer C verzichtet.