Im Neubau wird immer mehr auf Klimafreundlichkeit gesetzt

Jinny Verdonck

1. Juli 2021

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts werden zwei von drei Wohnhäusern, die im Jahr 2020 neu errichtet wurden, klimafreundlich beheizt. Ölheizungen wurden nur noch selten eingebaut. Stattdessen geht in neu gebauten Wohnhäusern der Trend zu erneuerbaren Energien als primäre Heizquelle.  

Im Vergleich zu 2019 ist die Zahl der eingebauten klimafreundlichen Heizanlagen in Wohnhäusern im Jahr 2020 noch weiter gestiegen (von 67,2 % auf 68,8 %). Von den 112.935 Neubauten werden bereits in jedem zweiten Gebäude erneuerbare Energieträger als primäre Heizquelle verwendet. Wie die Statistik zeigt, ist zwischen den Jahren 2015 und 2020 der Anteil der erneuerbaren Energien um 7,3 % in die Höhe geklettert.

Wärmepumpen werden gerne als primäre Energiequelle eingesetzt

Als Primärquelle finden vor allem Wärmepumpen großen Anklang. Zu den Möglichkeiten, mit erneuerbaren Energien zu heizen, gehören laut Destatis neben Wärmepumpen auch Holz, Solarthermie, Biogas und sonstige Biomasse. Zu den konventionellen Energieträgern zählen Strom, Gas und Öl. In der Destatis-Statistik fällt Fernwärme unter keine bestimmte Kategorie. 

Während Wärmepumpen in 2015 als wichtigste Primärquelle einen Anteil von 31,4 % hatten, waren es im Jahr 2020 bereits 45,8 %. Diese werden bei der Energiegewinnung mittels Geo- und Umweltthermie eingesetzt.  

Abnahme der Gasheizungen als Primärquelle

In den letzten fünf Jahren wurden immer weniger Gasheizungen als Primärquelle eingesetzt. Während Gasheizungen in 2015 noch einen Anteil von 51,5 % hatten, betrug dieser in 2020 nur noch 39 %. Fernwärme bildete die primäre Energiequelle in 8 % der Neubauten (2015 waren es 7,8 %).

Lediglich in 776 neugebauten Wohnhäusern wurden neue Ölheizungen als primäre Energiequelle eingesetzt. Das entspricht nur 0,7 % der Neubauten (in 2015 waren es 1,1 %). 

Holz und Solarthermie als sekundäre Energiequelle beliebt

Letztes Jahr kamen insbesondere Holz (13,2 %) und Solarthermie (14,5 %) als Sekundärquelle zum Einsatz. Fünf Jahre zuvor waren es nach Angaben des Statistischen Bundesamts noch 13,8 % (Holz) und 15,2 % (Solarthermie).