Kleinere Großstädte verzeichnen hohe Preissteigerungen

Jinny Verdonck

12. Juli 2017

Im ersten Halbjahr 2017 gab es laut dem Immobilienportal Immowelt bei Wohnimmobilien einen großen Preisaufschwung in großen Städten, in denen die Einwohnerzahl unter 500.000 liegt. Von 79 Großstädten sind in Deutschland die Wohnimmobilien in 71 Städten teurer geworden, die Spitzenpositionen nehmen dabei Koblenz, Krefeld und Magdeburg ein.

Im Rahmen dieser Preisstudie wurden 315.600 auf immowelt.de inserierte Angebote herangezogen, die aus 79 Großstädten mit über 100.000 Einwohnern stammten, um so den Durchschnittspreis zu ermitteln.

Stärkster Kaufpreisanstieg in Magdeburg

Neben den Metropolen verzeichnen nun auch kleinere Großstädte einen schnellen Anstieg der Kaufpreise. Nach Auffassung von Immowelt sei dies ein Beweis dafür, dass die hohen Preise dazu geführt haben, dass Käufer sich nun vermehrt in alternativen Standorten nach einer Immobilie umsehen. So haben sich in Magdeburg, der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, die Immobilienpreise verglichen mit dem Vorjahreshalbjahr um 31 % erhöht, nämlich von 1.070 Euro auf aktuell 1.400 Euro pro Quadratmeter im Durchschnitt. Damit zieht Magdeburg allmählich mit Leipzig und Dresden gleich, denn in Leipzig liegen die Preise bei 1.580 Euro pro Quadratmeter, was ein Anstieg von 10 % bedeutet und mit einem Plus von 8 % kostet in Dresden ein Quadratmeter derzeit durchschnittlich 1.970 Euro.

Da Koblenz einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebe, liegt diese rheinland-pfälzische Großstadt auf dem zweiten Platz. Hier liegen die Quadratmeterpreise im Durchschnitt aktuell bei 2.250 Euro, was ein Plus von 19 % bedeutet. Auf dem dritten Platz steht Krefeld, wo der Preis pro Quadratmeter durchschnittlich 1.480 Euro beträgt, was einen Zuwachs von 17 % darstellt. Krefeld ist somit scheinbar eine beliebte Alternative zu Düsseldorf geworden, denn in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen liegen die Kaufpreise pro Quadratmeter bei 3.070 Euro, ein Anstieg von 6 %.

Gemäßigter Preisanstieg in den Metropolen

Betrachtet man die sieben größten Städte in Deutschland, so fällt die Preiserhöhung im Vergleich gemäßigter aus. München hat ein Plus von 6 % verzeichnet und hier müssen für Wohnimmobilien im Durchschnitt 6.470 Euro je Quadratmeter auf den Tisch gelegt werden. Die Hauspreise sind in Hamburg um 9 % gestiegen (3.760 Euro/qm) und in Berlin um 10 % (3.260 Euro/qm) und haben somit den höchsten Preisanstieg unter den Metropolen. In Köln sind die Preise dagegen lediglich um 1 % angestiegen und der Quadratmeter kostet hier durchschnittlich 2.920 Euro.