Neues Gesetz für mehr Ladesäulen an Wohngebäuden beschlossen

Jinny Verdonck

15. Februar 2021

Der Bundestag hat das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) beschlossen. Es müssen bei Neubau oder auch bei umfangreicheren Renovierungen in Zukunft Ladestationen für Elektrofahrzeuge vorhanden sein. Abhängig ist dies von der Anzahl der Stellplätze.

Da das von der Bundesregierung beschlossene Klimaschutzprogramm vorsieht, dass bis zum Jahr 2030 sieben Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen sein sollen, werden genügend Ladestationen benötigt. Die neue Regelung gilt unter anderem auch für Wohngebäude mit einer größeren Anzahl von Parkplätzen. Mit diesem neuen Gesetz soll eine der Vorgaben aus der Gebäuderichtlinie der EU umgesetzt werden, um den Aufbau von Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität in Gebäuden zu ermöglichen.

Nach dem GEIG müssen neu gebaute Wohngebäude, die mehr als 5 Stellplätze für Pkws haben, auch Schutzrohre für Elektrokabel an jedem Stellplatz vorweisen. Ursprünglich sah der Gesetzentwurf vor, dass dies erst bei Wohngebäuden mit 10 Stellplätzen der Fall sein sollte.

Wann tritt das neue Gesetz in Kraft?

Nun muss das GEIG noch den Bundesrat passieren. Im Anschluss daran wird es im Bundesgesetzblatt verkündet und sobald dies geschehen ist, tritt es am nächsten Tag in Kraft. Gültig sind die neuen Regeln dann für alle Bauvorhaben, bei denen der Bauantrag gestellt wurde, nachdem die GEIG in Kraft getreten ist.