Trotz Corona-Krise steigen die Baugenehmigungen weiter

Jinny Verdonck

16. Juli 2020

34.000 Wohnungen sind im Mai 2020 genehmigt worden. Verglichen mit dem Vorjahresmonat entspricht dies einem Anstieg um 3,9 %.

Die Baugenehmigungszahlen, die vom Statistischen Bundesamt (Destatis) erhoben wurden, sind weitestgehend positiv. Bereits im ersten Quartal 2020 wurde ein Anstieg verzeichnet und der Trend hält trotz der Corona-Pandemie an. Vor allem wurden Genehmigungen für den Bau von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern erteilt. Hier betrug das Plus 8,7 %. Auch bei den Zweifamilienhäusern gab es einen Anstieg um 3,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Anders hingegen sieht die Situation bei den Einfamilienhäusern aus: In dieser Kategorie wurden ganze 7,3 % weniger genehmigt.

Im Bestand wird weniger gebaut

Während im Mai 2019 die Genehmigungszahl für Wohnungen in Wohnheimen noch bei 795 lag, kletterte diese im Mai 2020 auf 1.924.

An Gebäuden im Bestand ist die Zahl der baulichen Maßnahmen zurückgegangen. Im Mai 2020 betrug die Zahl 3.216, was einen Rückgang um 21,3 % verglichen mit dem Vorjahresmonat bedeutet (Mai 2019: 4.085 Baumaßnahmen).

Bauüberhang bleibt bestehen

Trotz des Anstiegs der Baugenehmigungen bleibt der Überhang bestehen, d. h. die Zahl der genehmigten Wohnungen ist größer als die Zahl der fertiggestellten Wohnungen. Dieser Überhang klettert schon seit mehreren Jahren in die Höhe.