Urteil: Airbnb zur Herausgabe von Vermieterdaten verpflichtet

Jinny Verdonck

10. September 2020

Nicht versteuerte Einnahmen aus Wohnungungsvermietungen über Airbnb können nun ein Nachspiel haben. Hamburger Steuerfahnder sind Vermietern auf den Fersen, die ihre Airbnb-Einkünfte nicht versteuert haben. Sie haben es nun nämlich gerichtlich erzwungen, dass Airbnb die Vermieterdaten herausgibt.

Steuernachzahlungen bis zu zehn Jahre in die Vergangenheit möglich

Der Rechtsstreit dauerte mehrere Jahre an. Nun muss Airbnb die Vermieterdaten zwecks steuerlicher Kontrolle herausrücken. Derzeit wertet die Steuerfahndung Hamburg die übermittelten Daten aus. Das Finanzamt kann laut Ankündigungen in Einzelfällen auch nicht erklärte Einkünfte aus den Airbnb-Vermietungen besteuern, die bis zu zehn Jahre zurückliegen.

Wenn Vermieter betroffen sind, die außerhalb von Hamburg wohnen, erfolgt die Übermittlung der Daten an die zuständigen Bundesländer, damit sie diese prüfen können. Vermieter, die ihre Einkünfte nicht versteuert haben, können mit einer Geldstrafe belegt werden oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren erhalten.